Die Entstehung der G8

By admin On Mai 26th, 2011

Die Entstehung der G8

Die Gruppe Acht, kurz G8, ist eine Gruppe welche die größten Industrienationen der Welt zusammenfasst. Sie selbst sieht sich als ein Abstimmungsforum, welches “im Konsens” wichtige Fragen zur aktuellen Weltwirtschaftslage erörter und bewertet.

Die Vereinigung entstand im Jahre 1975 als G6 aus den Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und den USA. Diese Mitglieder trafen sich damals, auf Initiative des französischen Präsidenten Giscard d’Estaing und des deutschen Kanzlers Schmidt, zu einem Gespräch über Finanz- und Währungsfragen, die nach dem Zusammenbruch des Bretton Woods Systems fester Wechselkurse aufgekommen waren, sowie der ersten Ölkrise Mitte der Siebziger. 1976 trat Kanada der Gruppe bei und im Jahre 1998 wurde Russland sogenannter Teilnehmer, also kein Vollmitglied. Heute ist Russland zwar Mitglied, jedoch noch immer aus den finanz- und währungspolitischen Treffen ausgeschlossen, da es noch keine ähnlich bedeutende Position weltweit einnimmt wie die anderen Mitglieder. Des Weiteren wird die EU regelmäßig in die Treffen und Arbeitsprozesse eingebunden, da sie als weltweit größter Wirtschaftsraum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, enorme Bedeutung genießt.

Im Laufe der Jahre haben sich die Themen mit denen sich die G8 beschäftigt immens ausgedehnt. Ging es 1975 noch um Finanz- und Währungsfragen, so werden heutzutage jegliche Fragen von Weltpolitischer Bedeutung diskutiert, auf die die Mitgliedsstaaten maßgeblich Einfluss nehmen könnten. Im Moment handelt es sich da vor allem um Terrorismusbekämpfung, internationale Strafverfolgung (Piraten), Wirtschaft, Bevölkerungsentwicklung und den Klimawandel. Über die genauen Prioritäten, welche die Unterschiedlichen Themen zugewiesen bekommen, entscheidet immer das Mitglied das die Präsidentschaft inne hat.

Die Bedeutung dieser Gruppe ist beachtlich. Aufgrund des Zusammenschlusses der größten Wirtschaftsnationen vereint sich bei einem Konsens mehr als 50 Prozent des Welthandels auf einem Standpunkt. Die Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika haben jedoch einen steigenden Einfluss auf die Weltwirtschaft. Daher befasst sich die G8 in steigendem Maße mit dem Dialog mit diesen Schwellenländern, unter anderem im Bezug auf Umweltfragen wie CO2 Emissionen.

Im Jahre 2011 hat Frankreich die Präsidentschaft inne und hat vor allem die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen, die Reduktion des Südamerikanischen Drogenhandels, die Bekämpfung des Terrorismus, die Partnerschaft mit Afrika, die Internet- und Cyberkriminalität sowie Grünes Wachstum und Innovationen auf die Agenda der Gruppe gesetzt.

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